Einfach Gutes Finden statt endlos langes Suchen

Warum es ein Projekt wie Inka dringend braucht. Hintergründe und Gedanken.

Über 200 evangelische, katholische und den Kirchen nahestehende Veranstalter stellen in Köln jährlich über 10.000 Angebote auf die Beine. Das Spektrum reicht vom Familienflohmarkt in der pfarreigenen Kita bis zu mehrtägigen und stadtweiten Veranstaltungen wie dem jährlichen Ökumenischen Kirchenmusikfestival. Von Einkehrwochenenden und Exerzitien bis zur Andacht für den 1. FC Köln im Dom. Vom Kindertheater bis zu hochkarätig besetzten Vorträgen und Podiumsdiskussionen zu allen Themen des menschlichen Lebens. Vom offenen Frühstückstreff für frischgebackene Eltern bis zum Informationsabend für altersgerechtes Wohnen. Einen Gesamtüberblick hat niemand. Bis jetzt.

Als ich anfing, mich mit kirchlichen Angeboten in Köln zu beschäftigen, war ich von der schieren Anzahl schlicht überfordert. Selbst heute, nach jahrelanger Auseinandersetzung mit der Thematik, stoße ich immer noch regelmäßig auf kirchliche und kirchennahe Veranstalter in Köln, von denen ich vorher nie gehört habe.

Doch statt mich mit dieser Unübersichtlichkeit abzufinden, habe ich von Anfang an überlegt, was es bräuchte, um diesen Dschungel an Angeboten übersichtlicher zu gestalten. Was nötig wäre, damit man nicht mehr auf der Suche nach dem richtigen Flyer, der überall vergriffenen Broschüre quer durch die Stadt fahren müsste. Damit man sich nicht mehr ärgern müsste, weil man schon wieder ein interessantes Angebot verpasst hat, weil man keine rechtzeitige Kenntnis von der Veranstaltung hatte.

Je mehr ich mich mit der Thematik beschäftigte, desto mehr wuchs meine Verwunderung über den Status Quo. Warum sind die beiden großen Kirchen mit ihren unglaublich zahlreichen und thematisch vielschichtigen Angeboten, so vielen engagierten Mitarbeitenden und Ehrenamtlern, so essentiellen Botschaften für die Menschen, so wenig vernetzt? Und zwar innerhalb UND außerhalb ihrer eigenen Strukturen? Warum verstehen sich die verschiedenen Einrichtungen gegenseitig so oft als Konkurrenz und nicht als Partner? Müsste nicht die Frage „Wie erreichen wir die Menschen“  im Mittelpunkt jeder Veranstaltungsplanung stehen? Sollte Vernetzungs- und Öffentlichkeitsarbeit nicht eigentlich als integraler Bestandteil des kirchlichen Sendungsauftrages betrachtet werden? Zeigt mir meine tägliche Arbeit nicht, dass nicht nur ich mich das frage? Sondern alle? Selbst die Kirchen?

Bisher tun sich die Kirchen schwer damit, Antworten auf diese Fragen zu finden. Eigentlich wäre es höchste Zeit, die vielfältigen Chancen der Digitalisierung zu nutzen. Stattdessen begünstigen innerkirchliche Strukturen an vielen Stellen noch immer traditionelle Verhaltensmuster. Das Denken in kleinteiligen Räumen und Routinen.  Unsicherheit und Skepsis gegenüber der sich rasant wandelnden und vernetzenden Gesellschaft.

Die Konzeption, Planung und Ausführung von Inka sind meine ganz persönlichen Beiträge, um die Kirchen und die moderne Gesellschaft wieder näher zusammen zu führen. Vielleicht muss dieses Angebot von außen und nicht aus den Kirchen selbst kommen, um erfolgreich zu sein. Als neutrale Instanz, die von allen Einrichtungen beider Kirchen gleichermaßen akzeptiert wird. Um jene Menschen ansprechen zu können, die nur locker oder gar nicht in den Kirchen verwurzelt sind. Um selbst jenen, die nie Berührungspunkte zu den Kirchen hatten, eine Möglichkeit zu bieten, die Angebote kennen zu lernen.

Inka ist aus diesem Anspruch heraus bewusst ökumenisch konzipiert. Inka soll nicht dogmatisch und missionarisch daherkommen. Sondern stattdessen ein offenes, niedrigschwelliges und in weit verzweigtes Netzwerk sein; ein Angebot einer ökumenischen Citypastoral in der digitalen Stadt.

Mit jeder Nutzung von Inka, mit jeder Newsletter-Anmeldung, mit jeder Empfehlung von Inka an Kollegen und im privaten Umfeld helfen Sie dabei, am ökumenischen Netzwerk mit zu bauen, es zu festigen und mit Leben zu erfüllen. Dafür danke ich Ihnen von ganzem Herzen!

4 Kommentare zu „Einfach Gutes Finden statt endlos langes Suchen“

  1. Tolle Idee, die schon längst überfällig war. Ich freue mich über soviel Engagement, Leidenschaft und Anpack. „Einfach mal machen“ ist ja leider, vorallem im kirchennahen Bereich, sehr schwierig. Da wird meist abgewartet und ausgeharrt.
    Klasse, dass Sie es angehen und einfach mal machen!

  2. Brunhilde v. M.

    Sehr schönes Projekt! Wird sich bestimmt schnell verbreiten, denn eine Zusammenstellung der Termine war mal dringend nötig!

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Scroll to Top